Wie Sie sich gegen die Bausparkassen wehren können

 

Liebe Leserinnen und Leser,

Wenn Sie einen Bausparvertrag mit einem guten Sparzins haben, versuchen die Bausparkassen, diese Altverträge loszuwerden. Angesichts niedriger Zinsen für andere Sparformen wollen Sie als Bausparer einen gut verzinsten Bausparvertrag behalten. Wegen der niedrigen Zinsen gerät das Geschäftsmodell der Bausparkassen unter Druck. Sie entlassen Mitarbeiter und kündigen diese Altverträge. Manchmal macht Ihnen die Bausparkasse auch ein Umtauschangebot. Da ist allergrößte Vorsicht geboten. Ich kenne keine Bank, Sparkasse oder Bausparkasse, die nicht an ihren eigenen Vorteil denkt.

Sollten Sie zu den Kunden gehören, denen gekündigt wurde, sollten Sie sich wehren.

Zunächst sollten Sie mal Ihren Vertrag überprüfen. Sie können relativ wenig tun, wenn Ihr Vertrag die Bausparsumme erreicht oder sogar überschritten hat. Trotzdem kann sich ein Blick in die Allgemeinen Bausparbedingungen lohnen. Möglicherweise findet sich irgendwo ein Passus, der Ihnen die Erhöhung der Bausparsumme erlaubt.

Strittig sind die Verträge, bei denen die Zuteilung des Darlehens mehr als 10 Jahre zurück liegt. Hierüber habe ich mich neulich mit einem Rechtsanwalt von einer großen Karlsruher Kanzlei unterhalten. Der vertritt eine Bausparkasse.

Zuteilungsreif bedeutet, dass eine bestimme Mindestansparsumme (liegt je nach Bauspartarif zwischen 30% und 50% der Bausparsume) erreicht wurde und die Bausparkasse Ihnen ein Zuteilungsangebot gemacht hat. Aus verschiedenen Gründen haben Sie als Bausparer dieses Zuteilungsangebot nicht angenommen. Die Bausparkassen legen das so aus, dass durch die Nichtabnahme des Darlehens der Zweck eines Bausparvertrages nicht mehr gegeben sei und deshalb die Kündigung rechtens wäre.

Es geht um den §489 BGB. Demnach hat der Darlehensnehmer ein Kündigungsrecht, wenn das Darlehen seit mindestens 10 Jahren empfangen wurde. Das heißt, die Bausparkassen betrachten sich als Darlehensnehmer und Sie als Kunde wären der Darlehensgeber.

Seitenverkehrt. Normalerweise sind Sie der Darlehensnehmer und die Bausparkasse oder Bank ist der Darlehensgeber. Bei Ihrer Bank oder Sparkasse können Sie als Privatperson nach 10 Jahren das Darlehen ablösen, selbst wenn Sie es auf 15 oder 20 Jahre festgeschrieben haben.

2 Dinge sind umstritten:

1. Sind Banken und Bausparkassen wirklich nach §489 Darlehensnehmer?

2. Wurde das Darlehen mit der Zuteilung tatsächlich empfangen?

Da liegt seit ca. 1 Monat ein Urteil vor zugunsten eines Bausparers. Ein anderes Urteil ging positiv für die Bausparkasse aus.

Was tun? Sie dürfen gerne mit mir Kontakt aufnehmen.

 

Herzlichst

Ihr

Peter Fuchs
Dipl.-Kaufmann

www.ihre-beste-geldanlage.de

info@fuchs-finanzarchitekten.de

07255 9589
0151 59218758

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Peter Fuchs Finanzexperte

Über Peter Fuchs

Mein Name ist Peter Fuchs und wir (meine Frau und zwei Töchter sowie der Hund) leben im sonnenverwöhnten Baden, in der Nähe vom Rhein. Nach dem BWL-Studium 1986 arbeitete ich 20 Jahre als Kundenberater bei verschiedenen Banken und Sparkassen.


Gespräche mit anderen Menschen über Geld kann ich im selbstständigen, inhabergeführten Familienbetrieb offener und freier führen als in der Zeit als Angestellter. Ich war schon als Finanzexperte zu Gast bei BadenTV.

Ziel dieses Blogs ist es, dass Sie regelmäßig die Informationen und das Wissen bekommen, dass Ihnen kein Finanzberater mehr ein X für ein U vormachen wird. Tipps, Tricks und Strategien für erfolgreiches Geld anlegen und Sparen finden Sie ebenfalls hier. Sie sind Experte für Ihre Ziele, Pläne und Vorstellungen und ich helfe Ihnen mit meinem gesamten Wissen und meiner Erfahrung, dass Sie diese Ziele finanziell erreichen.

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